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Mittwoch, 16. September 2015

Neues Review auf www.streetclip.tv online: WAKEN EYES - ´Exodus´ - jetzt lesen!

Exklusiv geschrieben für www.streetclip.tv


WAKEN EYES - `Exodus´

Stil: Heavy Metal/Progressive Metal

Label: Ulterium Records


Und wieder lässt ein Altbekannter grüßen. MIKE LEPOND (SYMPHONY X) unterstützt derzeit mit seinem Basspiel WAKEN EYES. Wollen wir doch mal  schauen was hier für ein Werk entstanden ist. Bevor man sich ein genaueres Bild vom kompletten Stimmzauber des Sängers machen kann startet die  Platte erst einmal mit dem Instrumental-Stück `Cognition´.

Nach dem ersten Anhören habe ich die CD hier und da ein wenig mit REDEMPTION verglichen, obwohl die Gitarren im Vergleich für REDEMPTION zu weich sind. Mehrmals angehört lagen dann jedoch klar und ganz offensichtlich die Parallelen zu CIRCUS MAXIMUS offen. Die Gitarren und die Kompositionen erinnern nämlich sehr stark an diese Band. Das Ganze ist nur nicht so verrückt wie bei CIRCUS MAXIMUS gehalten- und wo wir gerade bei dieser Band sind erinnert es im direkten Vergleich eher an deren zweite Platte namens ´Isolate´. Denn `Isolate´ ist melodischer als der Erstling. Alles in  allem hat WAKEN EYES - ´Exodus ´ einen schwedisch/finnischen Touch, das ist unverkennbar.

Spielen können die Musiker alle - jedoch könnte die Produktion etwas knackiger daher kommen. Die Stimme von Sänger Henrik Bath ist leider etwas  zu gewöhnlich um die erste Platte der Band zu etwas ganz besonderem zu machen. Song fünf ´Palisades´ Geht zu Anfang in Richtung TRANSATLANTIC -  dann nach zwei Minuten setzt der Gesang ein. Hier und da haben die Jungs mehrere Instrumental-Parts verarbeitet. Die melodischen Parts im Stil  von REDEMPTION verschmelzen hier mit den ruhigen Instrumentalen-Parts a la TRANSATLANTIC.

Beim Erstwerk von WAKEN EYES fehlt ein bisschen die Eigenständigkeit gerade was den Gesang anbelangt und somit fehlt hier das gewisse Etwas bei dieser Veröffentlichung - man muss sagen, dass alles eine leicht melancholische Ader hat.

Song sechs `Cornerstone Way" - was hören wir da? Hier hat sich bei genauerem Hinhören mal eine Frauenstimme mit eingeschlichen, diese erfüllt  jedoch nur kurze Parts. Wollen wir an dieser Stelle noch auf den neunten Song ´Across The Horizon` eingehen. Dieser erinnert anfangs stark an  einen Song aus den guten alten QUEENSRYCHE-Zeiten zu ´OPERATION MINDCRIME`. Für alle, die weg vom Einheitsbrei wollen - eine klare Kaufempfehlung. Prog at its best.

Fazit: Alles in allem ein super Werk - und mit den oben genannten Bands in einem Atemzug genannt zu werden ist schon ein Lob für sich. Leider  hakt es an der Produktion hier hätte man gerade beim Gesang um einiges mehr rausholen können. Mit einigen Vorschuss-Lorbeeren gibt es für dieses
kreative und sehr interessante Werk eine sagenhafte 8.









Punkte: 8

Susi Rocketqueen Müller

Exklusiv geschrieben für www.streetclip.tv

Dienstag, 4. August 2015

Neu auf www.streetclip.tv das Review zu THE MURDER OF MY SWEET - Beth Out Of hell VÖ: 21. August 2015

geschrieben für Streetclip.tv - all rights Streetclip.tv



THE MURDER OF MY SWEET - 
Beth Out Of Hell

Label: Frontier Records

Genre: Gothic Metal 


Es grüßen die Schweden. Aus Stockholm schwappen THE MURDER OF MY SWEET über den Teich. Der Schweden Vierer will sein neues Werk "Beth Out Of Hell" (sicher in Anlehnung an Meat Loaf`s Albumtitel "Bat Out Of Hell" - auch wenn musikalisch so ganz anders) am 21. August diesen Jahres auf den Weg bringen. Das Album beinhaltet dreizehn Songs mit einer Spielzeit von circa etwas mehr als einer Stunde. 

Die Band ist bereits seit 2007 aktiv und hat bisher bereits 4 Singles und ohne das neue Werk, welches im August erscheint bisher bereits zwei reguläre Full-Length Alben auf den Markt gebracht. In den Jahren 2010 und 2011 tourte die Band bereits durch Deutschland, Schweden und Frankreich. Ihre erste Single "Bleed Me Dry" schaffte es sogar auf Platz 14 der internationalen schwedischen Hitparade.

Vom Label selbst wird der Musik-Stil mit "cinematic" Metal gepriesen. Gründer und Produzent Flores umschreibt das Album als dunkler und düsterer als die Vorgänger-Alben - es ist eine Art apokalyptische Liebesgeschichte zwischen dem Guten und dem Bösen. Die Vorgänger Alben sind mir als Reviewerin bisher nicht bekannt, aber was ich hier hören kann erschließt sich mir jeden Falls alles andere als "dunkle" und "böse". 

Fazit: Die CD wird vom Intro namens "Hell On Earth" eingeleitet. Nichts spektakuläres und somit für meinen Geschmack verzichtbar. Beim Song "Tide After Tide" bekommt man Mastermind Daniel Flores zu hören, er teilt sich hier mit Sängerin Angelica den Gesang. Angelica hat eine gute Stimme, aber das komplette Album ist total austauschbar, es passiert nichts überraschendes was das Blatt noch wenden würde, oder die Bewertung über den Punkt "austauschbar" hinausschießen lassen würde. 

Musikalisch ist alles gut gespielt und es gibt nichts auszusetzen. Aber eine weitere Anmerkung, die ich noch machen möchte bezüglich des aktuellen Bandfotos: Eine durchgestylte Band, deren Sängerin nicht nur von den dunklen Haaren sondern auch vom Gesicht her leicht an eine Amy Winehouse erinnert. 





Punkte: 4


Susi Rocketqueen Müller





Montag, 1. Juni 2015

Neu auf www.streetclip.tv - Review COLOSSUS - Breathing World





COLOSSUS - Breathing World
2015 (Perennity Records) - Stil: Stoner/Metal


Im Februar 2015 veröffentlichte die schwedische Band COLOSSUS über Perennity Records bereits ihren zweiten Longplayer. Dieser umfasst sieben Songs mit einer Spielzeit von knapp 50 Minuten. Erst vor zwei Jahren erschien ihr Debüt namens `Wake` - jetzt legen die Progressive Stoner nach. Man verwechsele die Band aber bitte vom Namen her nicht mit der schwedischen Doom Band oder vor allem den Metallern aus North Carolina namens COLOSSUS!

Zur Band gehören Schlagzeuger Thomas Norstedt, Gitarrist und Sänger Niklas Eriksson und Bassist Peter Berg, der jedoch erst seit 2012 mit von der Partie ist. Peter Berg war zuvor bei MACHINERY. Kein Song ist auf diesem Album unter drei Minuten und der längste ´The Silent City` sogar sage und schreibe über zehn Minuten lang. Aufgenommen hat man das Ganze im Big Island Sounds - für das Mastering zeichnete sich hingegen das Chartmarkers verantwortlich. COLOSSUS beweisen damit immerhin, dass man Musik-mäßig nicht mit dem Strom der breiten Masse schwimmen muss! Die CD ist 100%ig kein Einheitsbrei und pure Abwechslung zu all den vielen Alben, die zuletzt das Licht der Welt erblickt haben.

Das Cover von `Breathing World` hat zudem das gewisse Etwas - es zeigt einen Menschen mit Hirschgeweih ohne Pupillen, der nach dem Bildausschnitt wohl im Dschungel sitzt. Mir scheint es, als habe man das Cover einfach selbst gezeichnet. Dadurch kommt hier tatsächlich mal etwas Abwechslung hinein, denn die meisten Bands schmücken ihr Album mit von Grafikern eigens produzierten Covern.

"Das Werbeblatt spricht von Progressive Sludge - und das trifft es eigentlich ganz gut. Irgendwo zwischen Stoner- und Southern-Sludge und progressiveren Elementen verortet. Nicht so extrem wie die frühen Mastodon, aber auch nicht so easy zu hören wie beispielsweise Down. Die Prog-Anteile bestehen im Wesentlichen aus den völlig freien Songstrukturen und insbesondere aus den häufigen
Geschwindigkeitswechseln - hier bricht man teilweise komplett mit der "Sludge-Formel" und prügelt auch mal mit ordentlich speed - sowie zum Teil sphärischen und auch "schönen" Songelementen. Instrumental gut gemacht und einer ordentlichen Produktion mit ein wenig "Noise"-Faktor.
 
Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase entwickelt man auch für die Vocals im Zusammenhang mit der Musik einen Aha-Effekt. Die Vocals sind nicht außergewöhnlich oder besonders, aber doch sehr passend für die Musik von Colossus. Die Scheibe verdient einige Durchläufe, bis die Musik beim geneigten Hörer wirklich ankommen kann."

(7,5 Punkte)



01.06.15
Von: Susi Rocketqueen Müller

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