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Montag, 1. Juni 2015

Neu auf www.streetclip.tv - Review COLOSSUS - Breathing World





COLOSSUS - Breathing World
2015 (Perennity Records) - Stil: Stoner/Metal


Im Februar 2015 veröffentlichte die schwedische Band COLOSSUS über Perennity Records bereits ihren zweiten Longplayer. Dieser umfasst sieben Songs mit einer Spielzeit von knapp 50 Minuten. Erst vor zwei Jahren erschien ihr Debüt namens `Wake` - jetzt legen die Progressive Stoner nach. Man verwechsele die Band aber bitte vom Namen her nicht mit der schwedischen Doom Band oder vor allem den Metallern aus North Carolina namens COLOSSUS!

Zur Band gehören Schlagzeuger Thomas Norstedt, Gitarrist und Sänger Niklas Eriksson und Bassist Peter Berg, der jedoch erst seit 2012 mit von der Partie ist. Peter Berg war zuvor bei MACHINERY. Kein Song ist auf diesem Album unter drei Minuten und der längste ´The Silent City` sogar sage und schreibe über zehn Minuten lang. Aufgenommen hat man das Ganze im Big Island Sounds - für das Mastering zeichnete sich hingegen das Chartmarkers verantwortlich. COLOSSUS beweisen damit immerhin, dass man Musik-mäßig nicht mit dem Strom der breiten Masse schwimmen muss! Die CD ist 100%ig kein Einheitsbrei und pure Abwechslung zu all den vielen Alben, die zuletzt das Licht der Welt erblickt haben.

Das Cover von `Breathing World` hat zudem das gewisse Etwas - es zeigt einen Menschen mit Hirschgeweih ohne Pupillen, der nach dem Bildausschnitt wohl im Dschungel sitzt. Mir scheint es, als habe man das Cover einfach selbst gezeichnet. Dadurch kommt hier tatsächlich mal etwas Abwechslung hinein, denn die meisten Bands schmücken ihr Album mit von Grafikern eigens produzierten Covern.

"Das Werbeblatt spricht von Progressive Sludge - und das trifft es eigentlich ganz gut. Irgendwo zwischen Stoner- und Southern-Sludge und progressiveren Elementen verortet. Nicht so extrem wie die frühen Mastodon, aber auch nicht so easy zu hören wie beispielsweise Down. Die Prog-Anteile bestehen im Wesentlichen aus den völlig freien Songstrukturen und insbesondere aus den häufigen
Geschwindigkeitswechseln - hier bricht man teilweise komplett mit der "Sludge-Formel" und prügelt auch mal mit ordentlich speed - sowie zum Teil sphärischen und auch "schönen" Songelementen. Instrumental gut gemacht und einer ordentlichen Produktion mit ein wenig "Noise"-Faktor.
 
Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase entwickelt man auch für die Vocals im Zusammenhang mit der Musik einen Aha-Effekt. Die Vocals sind nicht außergewöhnlich oder besonders, aber doch sehr passend für die Musik von Colossus. Die Scheibe verdient einige Durchläufe, bis die Musik beim geneigten Hörer wirklich ankommen kann."

(7,5 Punkte)



01.06.15
Von: Susi Rocketqueen Müller

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