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Montag, 11. Mai 2015

Streetclip TV: Neues Review online: KISKE/SOMERVILLE - World In Sin

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KISKE/SOMERVILLE - City Of Heroes
2015 (Frontiers Music) - Stil: Melodic Metal


Spät im Jahre 2009 fanden sich KISKE/SOMERVILLE zusammen - zusammengestellt wurde das Ganze Projekt wie ehedem von ihrer Plattenfirma Frontiers Music. Das Label beauftragte obendrein Matt Sinner, Songs für dieses Duett-Projekt zu schreiben.

Michael Kiske ist natürlich bereits von seinen ehemaligen HELLOWEEN-Zeiten, Amanda Somerville bereits durch AINA, AVANTASIA, TRILLIUM etc. bekannt. Im Jahr 2010 folgte dann bereits das erste Album der beiden, das schlicht und einfach unter dem Banner KISKE/SOMERVILLE fungierte. Im April diesen Jahres erschien mit ´City Of Heroes` nun das zweite Album. Matt Sinner und Magnus Karlsson steuerten die Texte bei, Amanda Somerville schrieb jedoch auch einen Song. Beachtenswert ist die weitere weibliche Verstärkung bei diesem Projekt, denn hinter dem Schlagzeug sitzt die tschechische Drummerin Veronika Lukesova.

Das Album klingt meines Erachtens nach Schlager, die auf Metal gemacht sind. Metal-Sänger Michael Kiske hat auch heutzutage eine unbestreitbare Klasse und ist nach wie vor noch einer der besten Metal-Sänger der Welt - hier und da kommt er gesanglich für ein paar Momente auch an Geoff Tate (QUEENSRYCHE) heran. Die moderne Produktion ist aber leider auch ziemlich austauschbar. Die Aufnahme ist zumindest perfekt und die Musik ebenso ganz nett anzuhören. Der Wert der Musik lebt hier aber einzig von KISKE/SOMERVILLE. Amanda Somerville hat dabei eine sehr angenehme Stimme - ist jedoch nicht so extrem wie diverse andere Stimmen aus diesem Metier.

Man muss sagen, dass beide Stimmen einfach sehr gut zusammen passen. Alles ist so glatt produziert und selbst die Gitarren-Soli piesacken niemals. Als bestes Beispiel kann hier speziell der Song ´Walk On Water` genannt werden. Der Song ´Rising Up´ hat einen HELLOWEEN-/NIGHTWISH-Touch. Dazu singt Frau Somerville mit schön voller Stimme und ist genauso sicher in der Gesangsdarbietung wie ihr Partner Michael Kiske. Man hat hier nie das Gefühl, dass Amanda sich an ihrer gesanglichen Grenze bewegt. Ihre Gesangslinien werden außerdem oft vom Keyboard gedoppelt und sind auf den Song `Rising Up´ bezogen oft mehrstimmig.

Daher ist das Album nur für Leute, die melodischen Rock/Metal lieben, sehr empfehlenswert. Es ist sogar vorstellbar, dass die Beiden mit diesen Musikstücken beim Eurovision Song Contest auftreten könnten.

(6 Punkte)



11.05.15
Von: Susi Rocketqueen Müller

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Streetclip TV: Neues Review online: NELSON - Peace Out

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NELSON - Peace Out
2015 (Frontiers Music) 
Stil: Glam Rock/Glam Metal


Die Zwillinge Matthew und Gunnar Nelson gründeten die Band anno 1990 und hatten dann auch sogleich mit ´(Can`t Live Without Your) Love And Affection´ ihren ersten USA-Hit. Die Brüder hatten sich schon damals eher dem Glam-Metal verschrieben, obwohl sie, vor allem was die Outfits betrifft, jedoch nie die Glam-Schiene gefahren sind. Ihre Musik war hierfür auch viel zu seicht und so mussten bei NELSON eher Weichspüler-Qualitäten überzeugen.

Eine interessante Randnotiz: Der berühmte Ricky Nelson war der Vater der beiden Zwillinge und ebenso im Showgeschäft tätig. Unter anderem war er durch seinen Nummer 1 Hit ´Hello Mary Lou´ weltweit bekannt geworden. Ricky Nelson sowie seine Freundin und seine Band STONE CANYON starben allesamt bereits 1985 bei einem Flugzeugabsturz. Die Zwillinge tauften daher ihr eigenes Label zu Ehren des Vaters ´Stone Canyon Records´. Zudem haben sie bis jetzt selber mehr als ein halbes Dutzend Rock-Alben herausgebracht und schätzungsweise ca. 7 Millionen Tonträger verkauft. Auch wenn sie sich in den letzten Jahren weiterhin sehr abrackern, schaffen sie es aber leider bei weitem nicht, an damalige Erfolge anzuknüpfen.

Im Wonnemonat Mai macht sich nun das neue NELSON Album auf den Weg in die Plattenläden. Anno 2015 klingen NELSON sehr sehr amerikanisch und wie in den 80er Jahren stehen geblieben, obwohl sie ja schon bereits eine 90er Band waren. Alle Songs und Arrangements hätten aus den 80s stammen können, ob gewollt oder nicht gewollt, sei dahin gestellt. Die Brüder folgen hier wahrscheinlich einfach nur ihrem Geschmack und machen genau das, was sie gerne machen - sie ziehen ihr Ding durch. Ein gut aufgenommenes und gut produziertes Album ist es auf jeden Fall, jedoch lässt das ´Surfing-USA´-Feeling sehr deutlich grüßen. Gerade der dritte Song namens `Invincible´ erinnert dann stimmlich sogar leicht an Herrn Jon Bongiovi, ohne jedoch dessen Hit-Potential zu erreichen. Der Gitarrensound orientiert sich hingegen bei diesem Song direkt an Tom Scholz (BOSTON).

´Peace Out´ ist letztlich ein Album, das alle Zutaten der Glam Rock-Zeit beinhaltet. Konkret betrachtet beinhaltet das Werk obendrein keine besonders große Abwechslung, da leider alles irgendwie vorhersehbar aufgestellt ist. Ein Album voller Gute-Laune-Rock, das sich für meinen Geschmack leicht an BON JOVI sowie an den späteren NIGHT RANGER orientiert. In den 90er Jahren wäre es wohl auch noch erfolgreich angekommen, in der heutigen Zeit sind die Chancen eher gering einzuschätzen.

(4 Punkte)



11.05.15
Von: Susi Rocketqueen Müller

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