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Mittwoch, 26. Februar 2020

Wir stellen vor: NACHTGREIF





Nach dem 2014 veröffentlichten Debüt „Unter Strom“ und dem 2017 veröffentlichten Zweitling „Dunkle Materie“ legen die beiden Akteure Thorsten Fries(Gesang, Gitarre, Keyboards) und Arndt Hebel (Schlagzeug, Percussion) nach nur anderthalb Jahren ihr drittes Album „Spukhaus“ vor.

„Schneller und härter“, der oft gehörte Metal-Slogan trifft hier nur teilweise zu. Obwohl einige Songs in der Tat schneller und auch härter denn je geworden sind, finden sich auch Nachtgreif-untypische balladeskere Töne auf Album Nr. 3, wie die Band verlauten lässt. Es ist ihr bisher abwechslungsreichstes Album geworden.

Der typische Nachtgreif-Sound blieb natürlich erhalten. „Unsere eigenständige Note, Härte gleichzeitig mit Melodie undDeutschen Texten zu verbinden, konnten wir ohne dritten Mann sogar noch verfeinern und optimieren“, sagt Sänger Thorsten Fries, der nun notgedrungen auch noch in die Saiten griff, was den teilweise tonnenschweren Riffs jedoch keinen Abbruch tat. „Es handelt sich somit sozusagen um den Nachtgreif-Sound in seiner reinsten Form bisher, sucht Genudel halt woanders…“, lacht der Sänger. „Außerdem konnten wir flexibler und schneller agieren als bisher.




 
Musikalisch blitzen neben Gothic-Rock bis zu Neuer Deutscher Härte nach wie vor und wie gewohnt auch Einflüsse aus 1980er-Hardrock- und Heavy-Zeiten auf. Die Lyrics greifen erneut, wie man es von Fries gewohnt ist, zeitkritisch oft ernsthafte Themen etwa von z. B. Benachteiligung, Verrohung, autokratischem Gebaren und Klimawandel auf, verpacken diese aber stets metaphorisch und würzen sie oft auchmit einer Prise Zynismus. „Die Presse zieht wegen der deutschen Texte ständig Vergleiche mit alten Unheilig, Witt, Rammstein oder Oomph!, aber wir würzen auch musikalischgern eine Prise Pretty Maids oder Black Sabbath dazu, wenn man das so sagen kann“, grinst Fries.

Mit dem Titelsong des Erstlings „Unter Strom“ gelang 2014 eine Top 20-Platzierung in den Amazon-Download-Charts. Die Single des Zweitlings Dunkle Materie „Brachial“ brachte es im Mai 2017 sogar auf Platz 1 der Amazon Neuerscheinungen in Rock & Metal.

Sänger Thorsten Fries startete seine musikalische Karriere 1996 zusammen mit Markus Pfeffer bei Winterland. Nach diversen Auftritten im Südwesten und drei englischsprachigen CDs gelang mit dem erstmals deutschsprachigen 2010er-Album „Alles geht“ ein größerer Wurf. Das Video zum Titelsong „Alles geht“ wurde bis heute auf Youtube fast 160.000mal angeklickt.

Drummer Arndt Hebel spielte zuvor in den Heavy- Formationen Millennium Blackund Alien Nation. Er hat heute, genau wie Thorsten, ein kleines Studio, macht z. Zt. bei House of Audio nebenher noch einen Abschluss als Audio-Engineer und ist für alles Technische, so auch Produktion und Artwork verantwortlich.

Die beiden Protagonisten sind seit über 30 Jahren befreundet.