"Ragnarock, habt ihr Bock?" ruft Sänger Jakk Daviz dem Publikum zu, bevor King Chrome wieder ordentlich in die Seiten greift. Es ist Samstag, der 21.7.2012, ich befinde mich auf dem Ragnarock Open Air in Wohratal-Langendorf. Noch nie gehört? Kann sein, aber dann habt ihr was verpasst.
Bereits zum 11. Mal hat die Ragn...a-Crew um Dany Reinhardt mit "Blut, Schweiß und Tränen" ihr kleines OpenAir-Festival in dem Weiler etwa 20km nördlich von Marburg auf die Beine gestellt. Drei Tag lang wurde alles geboten, was das Metalheart höher schlagen lässt.
Am Donnerstag öffeneten sich um 18.00 Uhr die Türen. Alles wirkte noch ein bisschen hektisch, hier fehlte noch Strom, dort Stand ein Merch-Pavillion noch nicht richtig, Kartons mit Shirts werden ausgepackt. Trotzdem schallen schon Sabaton und andere Metalhitz aus den Lautsprechern. Vorbereitung auf das erste Glanzlicht des Abends: Metal-Karaoke! Björn aus dem Ragna-Team eröffnet den bunten Reigen mit "Metal Meltdown" von Judas Priest. Die nächsten zwei Stunden ist die Karaokebühne fest in der Hand sangeswilliger Metalheads, die mit mehr oder weniger Begabung alles von "Self Esteem" bis "My Immortal" interpretieren. Ich selbst gebe auf Wunsch der Veranstaler "Breaking the Law" zum besten. Grauenvoll natürlich. Darauf erstmal einen Chilischnaps bei den Caramba Mexikanern aus Berlin.
Nach der Karaoke besteigen Mandowar die Bühne und lassen die im Zelt versammelten Metaller zu Uptempo-Countryversionen von "Smells like Teen Spirit", "A Whole Lot of Rosie" und anderen Klassikern zwei Stunden lang tanzen. Großartig!
Freitag schaffe ich es erst gegen 19.00 wieder aufs Festival. Dank VIP-Parken steht mein Auto in angenehmer fußläufiger Distanz. Ich höre mir das restliche Konzert von Sapiency an und platziere dann meine Flyer im Backstagebereich. Rechtzeitig zurück vor der Bühne um Amber aus Marburg zu sehen. Female fronted Posthardcore, hat mir gut gefallen. Dann haben FaceDownHero ordentlich abgeräumt um darauf den Todesmetallern von Daemonical die Bühne zu überlassen. Leider habe ich nur Fetzen dieses Konzerts mitbekommen, da ich relativ viele Gespräch geführt habe. Als ich dann wieder zur Bühne kam, war diese von Ziegen besetzt, die eine Mission hatten: Bringt sie zum Moshen! Die Pflicht rief und ich musste leider wieder ziehen ohne Vader gesehen zu haben.
Zum Abschluss der Samstag. Auch dieser Tag präsentierte sich mit durchwachsenem Wetter, aber überwiegend trocken. An diesem Tag bin ich mit dem Metal-Anwalt-Einsatzmobil gefahren und habe die Sitzplätze voll gemacht. Leider gestaltete sich das Parken schwierig. Nachdem ich meinen Bus mit gequälter Kupplung in eine eigens erfunde Parklücke gequetscht hatte, wurde ich später eingeparkt und konnte nur dank des Erbarmens einer netten Metal-Mutter das Ragnarock wieder verlassen. Egal: Festival! Ich wollte Skinjob sehen und das klappte. Das es noch neue Slugdebands gibt...sehr doomig, sehr langsam und voll kruder Qual, der Schrei nach mehr Leben. Top! Danach King Chrome aus Stuttgart. Hammer, wirklich. Die Jungs haben für extrem gute Stimmung gesorgt und endlich wurden auch Stagediver gesichtet.
Nun kündigte sich bei einem mehr als einstündigen Bühnenumbau und Soundcheck der Headliner des Tages an: Powerwolf. Die Wölfe haben gewohnt professionell abgeliefert und mit ihrem schlageresken Powermetal die große Metalwelt in die Mittelhessische Provinz geholt. Kam gut. Jetzt war es Zeit für mich zu gehen. Was ich mitnehme: ein sehr schnuckeliges, kleines Festival, bei dem nach meinem Gefühl alles stimmt. Man sieht, das die Veranstalter in den letzten 11 Jahren extrem professionell geworden sind und trotzdem immer versuchen, ein Festival auf die Beine zu stellen, dass sie selber gerne besuchen würden. Ich finde, der schmale Grad zwischen notwendigen Infrastrukturmaßnahmen wie beispielsweise Security und der heißgeliebten Festivalfreiheit wurde bewältigt. Ich komme wieder! Horns!
Bereits zum 11. Mal hat die Ragn...a-Crew um Dany Reinhardt mit "Blut, Schweiß und Tränen" ihr kleines OpenAir-Festival in dem Weiler etwa 20km nördlich von Marburg auf die Beine gestellt. Drei Tag lang wurde alles geboten, was das Metalheart höher schlagen lässt.
Am Donnerstag öffeneten sich um 18.00 Uhr die Türen. Alles wirkte noch ein bisschen hektisch, hier fehlte noch Strom, dort Stand ein Merch-Pavillion noch nicht richtig, Kartons mit Shirts werden ausgepackt. Trotzdem schallen schon Sabaton und andere Metalhitz aus den Lautsprechern. Vorbereitung auf das erste Glanzlicht des Abends: Metal-Karaoke! Björn aus dem Ragna-Team eröffnet den bunten Reigen mit "Metal Meltdown" von Judas Priest. Die nächsten zwei Stunden ist die Karaokebühne fest in der Hand sangeswilliger Metalheads, die mit mehr oder weniger Begabung alles von "Self Esteem" bis "My Immortal" interpretieren. Ich selbst gebe auf Wunsch der Veranstaler "Breaking the Law" zum besten. Grauenvoll natürlich. Darauf erstmal einen Chilischnaps bei den Caramba Mexikanern aus Berlin.
Nach der Karaoke besteigen Mandowar die Bühne und lassen die im Zelt versammelten Metaller zu Uptempo-Countryversionen von "Smells like Teen Spirit", "A Whole Lot of Rosie" und anderen Klassikern zwei Stunden lang tanzen. Großartig!
Freitag schaffe ich es erst gegen 19.00 wieder aufs Festival. Dank VIP-Parken steht mein Auto in angenehmer fußläufiger Distanz. Ich höre mir das restliche Konzert von Sapiency an und platziere dann meine Flyer im Backstagebereich. Rechtzeitig zurück vor der Bühne um Amber aus Marburg zu sehen. Female fronted Posthardcore, hat mir gut gefallen. Dann haben FaceDownHero ordentlich abgeräumt um darauf den Todesmetallern von Daemonical die Bühne zu überlassen. Leider habe ich nur Fetzen dieses Konzerts mitbekommen, da ich relativ viele Gespräch geführt habe. Als ich dann wieder zur Bühne kam, war diese von Ziegen besetzt, die eine Mission hatten: Bringt sie zum Moshen! Die Pflicht rief und ich musste leider wieder ziehen ohne Vader gesehen zu haben.
Zum Abschluss der Samstag. Auch dieser Tag präsentierte sich mit durchwachsenem Wetter, aber überwiegend trocken. An diesem Tag bin ich mit dem Metal-Anwalt-Einsatzmobil gefahren und habe die Sitzplätze voll gemacht. Leider gestaltete sich das Parken schwierig. Nachdem ich meinen Bus mit gequälter Kupplung in eine eigens erfunde Parklücke gequetscht hatte, wurde ich später eingeparkt und konnte nur dank des Erbarmens einer netten Metal-Mutter das Ragnarock wieder verlassen. Egal: Festival! Ich wollte Skinjob sehen und das klappte. Das es noch neue Slugdebands gibt...sehr doomig, sehr langsam und voll kruder Qual, der Schrei nach mehr Leben. Top! Danach King Chrome aus Stuttgart. Hammer, wirklich. Die Jungs haben für extrem gute Stimmung gesorgt und endlich wurden auch Stagediver gesichtet.
Nun kündigte sich bei einem mehr als einstündigen Bühnenumbau und Soundcheck der Headliner des Tages an: Powerwolf. Die Wölfe haben gewohnt professionell abgeliefert und mit ihrem schlageresken Powermetal die große Metalwelt in die Mittelhessische Provinz geholt. Kam gut. Jetzt war es Zeit für mich zu gehen. Was ich mitnehme: ein sehr schnuckeliges, kleines Festival, bei dem nach meinem Gefühl alles stimmt. Man sieht, das die Veranstalter in den letzten 11 Jahren extrem professionell geworden sind und trotzdem immer versuchen, ein Festival auf die Beine zu stellen, dass sie selber gerne besuchen würden. Ich finde, der schmale Grad zwischen notwendigen Infrastrukturmaßnahmen wie beispielsweise Security und der heißgeliebten Festivalfreiheit wurde bewältigt. Ich komme wieder! Horns!
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