Montag, 26. Oktober 2015

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UGLY KID JOE - Uglier Than They Used Ta Be

Stil: Hardrock, Metal, Funk

Label: Metal Ville (Rough Trade)

Sonnige Grüße aus Kalifornien. Hässlicher als sie jemals waren, das ist die von der Band selbst auferlegte Devise - sozusagen der Slogan des  neuen Albums. Man(n) machte bereits in den 90-er Jahren mit Songs wie `Everything About You` und ´Neighbor´ auf sich aufmerksam, löste sich in 1997 auf um sich im Jahr 2010 wieder zu reformieren.

Nachdem in 1996 das letzte Studio-Album Motel California erschien, können wir uns genau neunzehn Jahre später auf den ersten Longplayer nach der Wiedervereinigung der Band freuen. Mit Uglier Than They Used Ta Be läuteten UGLY KID JOE hier eine neue Ära ein. Das Werk der Gruppe umfasst neben den Coverversionen von MOTÖRHEAD`S  ´Ace Of Spades` und `Papa Was A Rolling Stone´ (Anmerkung: Geschrieben von Norman Whitfield und Barrett Strong)
von THE UNDISPUTED TRUTH noch weitere 9 Songs.

Der Opener `Hell Ain`t Hard To Find´ fängt an wie ein typischer FOO FIGHTERS Song, ein eingängiger radiotauglicher Song der sehr schmissig zur Sache geht. Leider ist die Band dank der Grunge-Phase auch ziemlich verschüttet vergangen. Trotz allem konnten sie in 1992 mit ihrem Album  America`s Least Wanted Gold Status in Österreich und der Schweiz einfahren.

´Let The Record Play´ lässt so gleich den ALICE IN CHAINS Verschnitt durchblitzen, dafür braucht man keine zwei Anläufe um dies zu erkennen. Wer sich noch an ´Would´ von ALICE IN CHAINS erinnert, kann die Parallelen gleich raushören. Mit "Mirror Of The Man´ kommen auch die funkigen Einschläge nicht zu kurz - der Anfang erinnert hier ganz leicht an MELISSA ETHERIDGE`s ´Monster´. Ob ruhig ob laut UKG glänzen im alt bewährten Stil und mit jedem Hören entdeckt man Neues!

Die schon angesprochenen Coversongs ´Ace Of Spades` - macht Laune, da es schneller als das Original ist - und `Papa Was A Rolling Stone` auch ein Klassiker der neu aufgemacht in der Version von UKJ ebenso Spaß macht - Whitfields Stimme geht nicht verloren und hat immer einen hundertprozentigen Wiedererkennungswert.

Von der Schwerfälligkeit der Musik her lässt das Cover etwas an BLACK SABBATH erinnern und von einigen Gesangslinien und vom Feeling her erinnert es etwas an AC/DC zu Bon Scott Zeiten. Und ja, die Musiker können es nun einmal.

Alles in allem super Songs und super Produktion, es gibt hier nichts zu mäkeln. Für mich als Kind der 90-er Jahre ein Album an dem nicht vorbeizukommen ist. Ansonsten für alle anderen Fans von UKJ, FOO FIGHTERS, STONE TEMPLE PILOTS, ALICE IN CHAINS, PEARL JAM hervorragend geeignet.
Punkte: 9